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Grafschafter Nachrichten 20. Februar 2018: Neuenhaus: Bürger beteiligen sich an Standortmarketing

Zu einer weiteren Ideenwerkstatt zur Entwicklung der Samtgemeinde Neuenhaus haben sich am Dienstag gut 80 Interessierte in der Wilhelm-Staehle-Schule getroffen. Von Tourismus für den Ort bis zu Wirtschaft und Verkehr spannte sich die Palette der Themen.

Neuenhaus. Das Projekt der Standortentwicklung für das gesamte Gebiet der Samtgemeinde Neuenhaus will deren hauptamtlicher Bürgermeister Günter Oldekamp ausdrücklich unter den Leitgedanken "Aktive Bürgerbeteiligung" stellen. Die Ideenwerkstatt vom Dienstag war bereits die zweite ihrer Art zur Zukunft von Neuenhaus.

"Wir kümmern uns hier um alle Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft und wollen uns als bürgerfreundliche Kommune darstellen", sagte Oldekamp zur Begrüßung der Interessierten, die an der Zukunft von Neuenhaus mitarbeiten. Dabei wolle man in diesem Prozess auch den kleinen Mitgliedsgemeinden Hilfestellung geben, "ohne deren eigene Identität zu rauben".

Aus den vielen Vorschlägen, die bislang in der ersten Ideenwerkstatt und der Folgezeit auf der Projektseite im Internet gemacht worden sind, nannte Maximilian Burger vom Beratungsbüro CIMA einige die zum Teil bereits realisiert worden sind oder gute Chancen auf Verwirklichung haben: 

Die Einrichtung einer hauptamtlichen Stelle im Rathaus für die Bereiche Marketing, Kultur und Tourismus. Hier hat die Neuenhauserin Jeannette Braakmann am 1. Februar ihre Arbeit gestartet. 

Die Entwicklung von touristischen Highlights: Jährliche Events sollen entwickelt und ausgebaut werden. Weiterbildung für Ehrenamtliche und organisieren von Bürgeraktionen lauten weitere Stichworte.

Die Aktionen der Initiative Kulturpass sollen unterstützt und in Abstimmung mit den bislang Handelnden professioneller vermarktet werden.

Durch eine Steigerung des Erlebnisgefühls in den Ortskernen hofft man auf eine Erhöhung der Verweildauer der Gäste.

Einen attraktiven Nahverkehr sollen nicht zuletzt die Reaktivierung des Personenverkehrs auf der Schiene und ein Ausbau des Bahnhofsumfeldes bewirken. Dabei soll der Bahnhof nicht isoliert von den anderen Bereichen der Stadt betrachtet werden.

Zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung sollen auch die vorhandenen Ankerbetriebe mit ihrer "Strahlkraft" zur Standortwerbung für die Samtgemeinde beitragen.

Breit war die Palette der neuen Vorschläge, die am Dienstagabend gesammelt wurden und jetzt von der Lenkungsgruppe gesichtet werden. Die Stichworte Fußgängerzone und Verbannung des Schwerlastverkehrs machten ebenso die Runde wie die nötige Sanierung von leerstehenden Gebäuden. Für den Tourismus könnte das Hallenbad besser vermarktet und das Stadtfest aufgewertet werden. Schließlich wird ein Leitsystem zu den Tourismuszielen gewünscht.

Die GN sprachen zudem mit Verwaltungschef Günter Oldekamp. Eine Fußgängerzone zur Steigerung der Attraktivität der Innenstadt von Neuenhaus sieht der Stadtdirektor und Samtgemeindebürgermeister Günter Oldekamp "eher schwierig" und auch auf die Frage nach einer weiteren Verkehrsberuhigung im Bereich Kirchplatz und Eiscafé reagiert der Verwaltungschef eher verhalten. Das Interview im Wortlaut:

Sehen Sie eine Chance für eine Fußgängerzone im Kernbereich von Neuenhaus?

Die Stadt Neuenhaus hat sich im Zuge der Verkehrsfreigabe der Ortsumgehung B 403 für die Umgestaltung der Innenstadt zu einem verkehrsberuhigten Bereich entschieden und dafür seinerzeit neben Fördermitteln erhebliche Eigenmittel aufgewendet. Den Umbau sehe ich vor allem aus finanziellen Gründen derzeit eher schwierig. Zum anderen wäre festzulegen, welche Bereiche in Betracht kommen, da ja auch die Verkehrsströme zu berücksichtigen sind, so zum Beispiel der Busverkehr zu den Schulen. Auch müssten die Interessen der Neuenhauser Kaufmannschaft und die der betroffenen Anlieger berücksichtigt werden. 

Kann der Platz vor der Kirche mit dem gegenüberliegenden Eiscafé wenigstens so verkehrsberuhigt werden, dass er einen städtebaulichen Wohnzimmercharakter bekommt?

Die Stadt hat mit dem Umbau des Platzes vor der evangelisch-reformierten Kirche schon einen erheblichen Beitrag geleistet, damit dort nicht mehr geparkt wird und Menschen sich in einem angenehmen Umfeld aufhalten können. Dort darf auch nur 30 Stundenkilometer gefahren werden. Wenn sinvolle und finanzierbare weitere Anregungen eingehen, werden sich unsere Gremien gern vertiefend mit Vorschlägen auseinandersetzen.

Sie haben sich Bürgerbeteiligung auf die Fahnen geschrieben. Ist das für weitere Projekte denkbar? Etwas bei der Aufstellung des Haushaltes? Dann könnten die Neuenhauser ein Wörtchen dabei mitreden, wofür die Stadt Geld ausgeben wird?

Die GN sprechen mit der Frage den sogenannten Bürgerhaushalt an. Nach anfänglicher Euphorie in anderen Städten wird dieses Thema in Niedersachsen kaum noch besetzt. In Neuenhaus stehen wichtige Zukunftsaufgaben an, die erhebliche Finanzmittel binden werden, so zum Beispiel die Weiterführung des SPNV Richtung Emmen/Ndl., Sportzentrum, Bau eines Jugend- und Kulturzentrums sowie die Schaffung von weiteren Krippenplätzen. Ich sehe also derzeit für das Thema Bürgerhaushalt keine ausreichenden Spielräume. Bei dem Großprojekt Sportzentrum wird eine geeignete Beteiligung der Schulen, Vereine und Nutzergruppen durchgeführt.

Manfred Münchow - Redakteur Grafschafter Nachrichten

Impressionen aus der Ideenwerkstatt (copyright cima)

Vortrag cimaVortrag cima 2Vortrag WorkshopablaufGet TogetherWorkshop Tourismus & Freizeit 2Workshop Tourismus & Freizeit 1Workshop Leben & Flair 1Workshop Leben & Flair 2Workshop Wirtschaft & Verkehr 2Workshop Wirtschaft & Verkehr 1Sammlung der Ergebnisse

Einladung zur Ideenwerkstatt am 20. Februar 2018

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Samtgemeinde Neuenhaus,

im vergangenen November hat  die erste Veranstaltung der Samtgemeinde Neuenhaus stattgefunden bei der rund 100 Bürger die Gelegenheit nutzten, sich über den aktuellen Stand des Entwicklungskonzeptes zu informieren. Es  wurde in drei Workshops, die sich in die Bereiche „Tourismus und Freizeit“, „Leben und Flair“ sowie „Wirtschaft und Verkehr“ aufteilten, eine Vielzahl von Ideen von den Bürgerinnen und Bürgern eingebracht und rege diskutiert.

An dieser Stelle wird nun die Arbeit fortgesetzt. Das von der Samtgemeinde Neuenhaus mit der Erstellung des Entwicklungskonzepts beauftragte Beratungsunternehmen CIMA Beratung + Management GmbH aus Lübeck  wird nun die einzelnen Ergebnisse aus der ersten Veranstaltung und den einzelnen Arbeitsgruppen präsentieren. Anschließend wird  im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung die Möglichkeit geboten, die präsentierten Ergebnisse zu diskutieren und zu hinterfragen.

Die Samtgemeinde Neuenhaus lädt die Bürgerinnen und Bürger herzlich „Zur nächsten Runde beim Stadtmarketing“ ein.

Wann? Dienstag, 20. Februar 2018, 18:30 - 21:00 Uhr – Einlass ab 18:15 Uhr

Wo? Wilhelm-Staehle-Schule, Mensa, Am Mühlengraben 1, 49828 Neuenhaus

Die in dieser Veranstaltung erarbeiteten Analyseergebnisse werden weiterhin integraler Baustein des neuen Entwicklungskonzeptes für die Samtgemeinde Neuenhaus sein. Es werden darauf aufbauend in den kommenden Wochen weitere Ideen durch das Beratungsunternehmen CIMA Beratung + Management GmbH aus Lübeck erarbeitet und für die Umsetzung konzipiert.

Ich bin sehr angetan davon, dass wir viele Meinungen einzelner Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Verbände, Ehrenamtsträger und Akteure auf der ersten Veranstaltung mit einbeziehen konnten und rege konstruktive Beiträge auch noch im Nachgang bekamen. Ich würde mich sehr über Ihre Teilnahme und Ihre Mitarbeit an unserem Entwicklungsprozess freuen. Nur so können wir gemeinsam das Beste für unsere Samtgemeinde erreichen. 

Herzlichst Ihr

Günter Oldekamp

Grafschafter Nachrichten 30. November 2017: Neuenhaus schreibt einen Wunschzettel

Wie soll sich die Samtgemeinde Neuenhaus entwickeln? Was fehlt, was stört und was läuft schon ganz gut? Darum geht es in einem Konzept, dass die Kommune gerade erstellen lässt. Bei einer Infoveranstaltung haben gut 100 Bürger ihre Meinung dazu eingebracht.

Neuenhaus. Die Samtgemeinde Neuenhaus will ihr Profil schärfen und herausfinden, wo sie sich noch verbessern kann. Das betrifft Lebensbereiche wie Tourismus und Freizeit, aber auch Verkehr und Wirtschaft. Um einen neutralen Blick von außen zu bekommen, hat die Samtgemeinde das Büro CIMA aus Lübeck mit der Erstellung eines Entwicklungskonzeptes beauftragt. Seit August sind die Berater bereits damit befasst, eine Grundlage zu ermitteln und ein Leitbild aufzustellen. Dieses soll im Frühjahr, am Ende eines gut neun Monate dauernden Prozesses, vorliegen.

Um auch die Bürger selbst einzubeziehen, hat die Samtgemeinde am Montagabend zu einer öffentlichen Veranstaltung in die Mensa Wilhelm-Staehle-Schule einladen. Rund 100 Bürger nutzten die Gelegenheit, sich über den aktuellen Stand zu informieren. Und sie brachten bei drei halbstündigen Workshops, die sich in die Bereiche "Tourismus und Freizeit", "Leben und Flair" sowie "Wirtschaft und Verkehr" aufteilten, eine Vielzahl von Ideen ein.

Viele gute Vorschläge

Wer sich an den Tisch-Inseln umhörte, der konnte unterschiedlichste Ansätze aufschnappen. Da ging es um gefährliche Verkehrssituationen auf der Veldhausener Straße in Höhe des Bahnhofs, um die bald schließende Teestube in Lage, um die vielen leer stehenden Ladenlokale im Ortskern von Neuenhaus, um eine nordöstliche Umgehungsstraße und um fehlende Informationen. "In Neuenhaus ist so viel los - es weiß nur keiner. Wir brauchen ein Onlineforum, das jeder nutzen kann", schlug ein Mann vor. "Das muss aber auch gut gepflegt werden", warf eine Frau ein. Und wer soll das erledigen? Alle Fragen konnten am Montagabend noch nicht beantwortet werden. Bei den zum Teil intensiv geführten Diskussionen wurde aber sofort klar: An guten Vorschlägen mangelt es nicht.

"Wir werden nun alle Ideen auswerten und in eine Reihenfolge bringen", erläuterte Günter Oldekamp, Bürgermeister der Samtgemeinde und schob mit Blick auf seinen Kämmerer Günter Wißmann gleich hinterher, dass man dabei aber auch aufs Geld schauen müsse. Grundsätzlich gelte jedoch: "Es geht darum, dass wir gemeinsam etwas entwickeln." Der Rathaus-Chef rief dazu auf, weitere Ideen an ihn heranzutragen und versprach: "Wir werden jede einzelne Anregung bearbeiten."

Neuer Marketingverein?

Günter Oldekamp blickte dabei auf das Jahr 2019. Dann feiert die Stadt Neuenhaus ihr 650-jähriges Bestehen. Dies könnte ein guter Anlass sein, das "Wir-Gefühl" in der Stadt zu stärken, meinte er. Der Samtgemeindebürgermeister äußerte auch die Hoffnung, nach dem Ende des VVV mit interessierten Bürgern einen neuen Marketingverein zu gründen. Diese Arbeit, so Günter Oldekamp, solle durch eine hauptamtliche Kraft aus dem Rathaus unterstützt werden - im Umfang einer halben Stelle.

Uwe Mantik vom Büro CIMA informierte am Montagabend über die schon erfolgten Schritte. Seine Mitarbeiter und er seien in der Samtgemeinde viel herumgekommen und hätten Leute zu ihren positiven und negaitve Eindrücken interviewt. Bürger und Gäste. Auch eine Online-Umfrage startete CIMA. Insgesamt wurden in einem Monat 470 Menschen zu den Stärken und Schwächen befragt. 

Alter Slogan weitgehend unbekannt

Kritisch setzte sich Uwe Mantik mit dem Slogan der Samtgemeinde auseinander. Das Motto "Raum für ihre Zukunft" sei bei vielen Neuenhausern gar nicht bekannt, obwohl sie genau dies in der Samtgemeinde sähen: Raum für ihre Zukunft. Schließlich bewerteten die meisten der Befragten die Wohn- und Lebensqualität als gut. 

Weitere Infos und Resultate auf der Internetseite entwicklungskonzept-neuenhaus.de.

Andre Berends - Redakteur Grafschafter Nachrichten 

Impressionen von der Auftaktveranstaltung (copyright cima)

BegrüßungWorkshop 1Workshop 2Workshop 3Workshop 4Workshop 5

Einladung zur öffentlichen Veranstaltung am 27. November 2017

Lieber Bürgerinnen und Bürger, 

wie viele andere Gemeinden in Deutschland, steht auch die Samtgemeinde Neuenhaus vor bedeutenden Herausforderungen. Themen wie der Demografischer Wandel, die Sicherung der Infrastruktur, die Digitalisierung sind allgemein bekannt. Aber nicht nur gesamtgesellschaftliche Trends prägen die Entwicklung der Samtgemeinde Neuenhaus. Entscheidend sind ganz individuelle, lokale Rahmenbedingungen.

Genau da sind auch die Bürgerinnen und Bürger gefragt. Vor dem Hintergrund bereits erfolgter Befragungen lädt die Samtgemeinde Neuenhaus die Bürgerinnen und Bürger ein, diese Erkenntnisse zu diskutieren und zu konkretisieren. Im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung wird die Möglichkeit geboten, lokalen Stärken und Schwächen zu erkennen und gleichzeitig konkrete Handlungsfelder zu formulieren.

Wann? Montag, 27. November 2017, 18:30 - 21:00 Uhr – Einlass: 18:15 Uhr

Wo? Wilhelm-Staehle-Schule, Mensa, Am Mühlengraben 1, 49828 Neuenhaus

Die in dieser Veranstaltung gefundenen Analyseergebnisse werden integraler Baustein eines neuen Entwicklungskonzeptes für die Samtgemeinde Neuenhaus sein. Darauf aufbauend werden in den kommenden Wochen weitere Ideen durch das Beratungsunternehmen CIMA Beratung + Management GmbH aus Lübeck erarbeitet und konzipiert.

Samtgemeindebürgermeister Günter Oldekamp liegt sehr am Herzen, die Meinungen vieler Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Verbände und Akteure einzubeziehen und freut sich sehr über die Mitarbeit aus der Bevölkerung, um das Beste für die Samtgemeinde Neuenhaus zu erreichen.“

Mit freundlichen Grüßen

Günter Oldekamp

Ende der Bürgerbefragung am 03. Oktober 2017

Am 01. September 2017 begann mit dem Start der Online-Befragung ein wichtiger Analysebaustein des Entwicklungskonzeptes für die Samtgemeinde Neuenhaus. Ihre Antworten und Anmerkungen dienen nun im weiteren Prozess als Grundlage für die Erarbeitung der Stärken und Schwächen der Samtgemeinde. 

Wir möchte uns hiermit herzlich bei allen Teilnehmern bedanken. 

Start der Erarbeitung eines Entwicklungskonzeptes für die Samtgemeinde

Im August 2017 startet der Prozess zur Erarbeitung des Entwicklungskonzeptes für die Samtgemeinde Neuenhaus. Im ersten Schritt führt die cima eine umfangreiche Analyse der Ausgangssituation durch. Hierzu gehören Erhebungen und Fotodokumentationen vor Ort sowie Expertengespräche und Befragungen. Auf dieser Grundlage erfolgt eine umfassende Stärken-Schwächen-Chancen-Risiken-Analyse.

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete.